Der ultimative Island Foto Rieseführer

Der ultimative Island Foto Rieseführer

Island ist geprägt durch Wasser und geothermale Aktivität. Zusammen ist daraus eine wunderschöne unwirkliche Landschaft entstanden, die man auf jeden Fall einmal selbst erleben sollte. In unserem Reiseführer findest du die schönsten Foto Spots entlang der Kreisstraße auf Island.

Dieser Blogpost folgt unserer 2-wöchigen Island-Reise! Falls du unser Drohnenvideo über Islands Wasserfälle noch nicht gesehen hast, schau doch hier gleich mal rein

Reisezeit

  • Hauptsaison ist von Juni bis Ende September
    • Wärmeres Wetter (durchschnittlich 10°C)
    • Fahrten ins Hochland sind möglich
    • Papageientaucher-Saison!
    • Viele Touristen
    • Keine Nordlichter (weil es keine wirklich dunkle Nacht gibt)
    • Midsommar, extrem lange Tage, kurze Nächte
  • Wintersaison von Ende November bis Ende Februar
  • Frühling von März bis Mai
    • Weniger Touristen
    • Nicht so kalt (durchschnittlich 0°C)
    • Noch gute Chancen, Polarlichter zu sehen
    • Immer noch haufenweise Schnee

Transportmittel

Am besten holt man sich auf Island ein Auto. Weil Übernachtungen zum Teil relativ teuer sind macht es Sinn zu campen, allerdings kann das im Winter ziemlich kalt sein. In den Frühlingsmonaten holt man sich am besten einen kleinen Campingbus mit Standheizung. Im Sommer ist auch eine Reise durch Island mit dem Zelt bequem möglich. Beim Campen sollte man wissen, dass die meisten Campingplätze nur von April oder Mai bis September geöffnet sind. Wer das Hochland im Landesinneren (hier liegt auch das bekannte Landmannalaugar) erkunden möchte braucht ein Auto mit Vierradantrieb, weil man auf den in Island als F-Straßen ausgeschilderten Straßen mit normalen Autos nicht fahren darf. Die F-Straßen sind meist außerdem bis Mitte/Ende Juni wegen Schnee und Wasser gesperrt oder nur schwer zugänglich. Für alle die nicht selbst fahren wollen gibt es natürlich auch Touren nach Landmannalauga. Eine weitere Möglichkeit das Landesinnere aus einer anderen Perspektive zu sehen sind Rundflüge. Für unsere zweiwöchige Reise haben wir einen kleinen Bus mit Campingausbau gemietet und sind die Ringstraße abgefahren. Damit wurde es zwar mangels Standheizung im März zum Teil doch etwas kalt aber wir konnten alle geplanten Sehenswürdigkeiten besuchen. Die aktuellen Straßenverhältnisse kann man auch auf der Website des isländischen Straßendienstes hier ansehen.

Sehenswürdigkeiten und Foto Spots

Es gibt sehr viele Wasserfälle in Island und deshalb haben wir einen separaten Blogbeitrag hier dazu geschrieben. In Island gibt es außerdem einige Geothermalgebiete, wo du Geysire, Fumarolen, bunte Landschaft und heißen Badequellen findest. Die Karte unten zeigt die schönsten Sehenswürdigkeiten für deine zweiwöchige Islandreise auf der Ringstraße.

Geothermalgebiete

Haukadalur

Haukadalur liegt im Goldenen Kreis und ist bekannt für seinen Geysir, genannt Strokkur. Er bricht etwa alle 4 bis 8 Minuten aus, du musst also nicht lange warten um dieses Schauspiel zu bewundern und zu fotografieren. Hier gibt es noch einige weitere heiße Quellen in den verschiedensten Farben zu sehen.

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Hverarönd

Das Geothermalgebiet Hverarönd hat mir am besten gefallen, allerdings war hier auch der Geruch am strengsten. Typisch für die Thermalquelle hier sind die Fumarolen, das sind Löcher aus denen heißer Dampf und Gase entweichen, die im Winter riesige Dampfsäulen ausstoßen. Im Sommer, wenn kein Schnee liegt kann man die buten Farben in, die durch die vulkanischen ablagerungen entstehen bewundern. Hier kommt man sich vor als wäre man auf einem fremden Planeten gelandet.

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Seltún

Das Geothermalgebiet ist nicht groß und bietet keine Geysire oder Fumarolen aber der Boden ist wunderschön gefärbt. Von rot über gelb bis hin zu blau-grau und weiß. Über Holzstege und Wege führt ein RUndweg zu verschiedenen heißen Quellen. Seltún liegt in der Nähe der blauen Lagune und des Flughafens im Süden von Reykjavik. Es lohnt sich auf jeden Fall ein kurzer Abstecher wenn man in der Nähe ist.

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Heiße Quellen zum Baden

Auf Island gibt es eine Vielzahl von heißen Badequellen. Einige große wie die blaue Lagune oder das Myvatn Nature Bath sind richtige Schwimmbäder. Viele andere sind einfach in der Natur zugänglich, allerdings muss man sie natürlich erst finden. WIr zeigen dir die drei großen Bäder und unseren Favoriten, ein kleines privates Badeloch für zwei Personen mit ten im Nirgendwo.

Blaue Lagune

Die blaue Lagune ist die größte und touristischste Badequelle auf Island. WIr haben uns wegen der vielen Touristen und dem teueren Eintritt gegen einen Besuch entschieden. Wer will kann auch ohne Eintritt von außen einen Blick auf die blauen Becken werfen und ein paar Fotos machen.

Secret Lagoon

Die Secret Lagoon ist eine günstigere Alternative zur Blauen Lagune und liegt auch nicht weit von Reykjavik im goldenen Kreis. Wir waren auch dort nicht, aber wenn von euch schonmal jemand da war freuen wir uns über Infos dazu in den Kommentaren oder per Mail!

Myvatn-Lake Nature Bath

Das Lake Myvatn Nature Bath liegt in der Nähe des Geothermalgebiets Hverarönd und dem See Myvatn im Nordosten von Island. Wir waren zu Sonnenuntergang dort und es war super schön und romantisch mit dem roten und orangefarbenen Himmel im Kontrast zum blauen dampfenden Wasser. AN diesem Abend sind die Temperaturen bis auuf -20°C gefallen und im Wasser sind unsere Haare eingefroren, so was habe ich noch nie erlebt. Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis.

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Landbrotalaug Heiße Quelle

Diese kleine heiße Quelle liegt nördlich von Eldborg, und ist über einen kleinen Feldweg erreichbar. Von dort, wo man das Auto parken kann, sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zur Quelle, allerdings solltet ihr gute Schuhe dabei haben. Der Weg war sehr schlammig, als wir dort waren. Die heiße Quelle ist gerade groß genug, dass zwei Menschen reinpassen und hat etwa 44°C. Das war bei weitem eines der coolsten Erlebnisse auf der Reise. Es war niemand sonst in der Nähe und man hat ein unglaubliches Panorama auf die schneebedeckten Berge, während man badet.

Grassodenhäuser

Diese Häuser mit den grasbedeckten Dächern sind typisch für Island und Norwegen. In Island kann man sie an zwei Orte bewundern. Beim Wasserfall Skogafoss gibt es das Freilichtmuseum Skogasafn. Dort gibt es einige niedliche und fotogene Torfhäuser. Der zweite Ort ist eine Kirche, die Hofskirkja. Diese kleine Kirche ist sehr niedlich mit ihrem Grasdach und den grasbedeckten Hügelgräbern drum herum. Sie sieht aus wie aus der Hobbit-Welt. Die Kirche liegt in einem Dorf namens Hof ein paar Kilometer von Skaftafell entfernt.

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Die Fjorde

Es gibt drei große Fjorde im östlichen Teil von Island. Wir konnten wegen der Schneesituation auf den Straßen leider nicht alle drei besuchen. Der Seydisfjördur soll der schönste von ihnen sein und wir müssen zustimmen dass es dort eine wirklich schöne Stadt mit süßen bunten Häusern gibt. Der zweite Fjord ist Borgarfjördur, wo man im Sommer mit etwas Glück Papageientaucher sehen kann. Beim letzten, Mjoifjördur, ist die Hauptattraktion ein rostiges Schiffswrack, das ein tolles Fotomotiv ist. Wir konnten nicht dorthin fahren, aber mir wurde gesagt, dass der Weg ein bisschen holprig ist, also vorsichtig fahren!

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Andere Sehenswürdigkeiten

Stora Dimon

Von diesem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick auf den Fluss Markarfljót, der von oben wirklich surreal aussieht. Moritz war dort bei seiner zweiten Islandreise und der SPot ist auf jeden Fall ein Muss auf deiner Islandreise.

Vik und Reynisfjara

Diese beiden schwarzen Sandstrände liegen direkt nebeneinander, und sind nur durch eine Basaltsteinklippe getrennt. Von jedem der beiden Strände aus kann man die Reynisdrangar-Felsformationen im Wasser sehen. Am Reynisfjara-Strand kann man auch die Steinformation Dyrhólaey im Osten und eine Basalthöhle sehen. Das Wetter kann an der Küste im Winter sehr stürmisch sein sodass man die Basalthöhle nicht erreichen kann. Einen tollen Blick hat man auch von den Felsklippen oberhalb des Strandes.

Vatnajökull-Gletscher

Der Vatnajökull ist der größte Gletscher in Europa! Während man an der Südküste ISlands entlangfährt kann man einige seiner Gletscherarme sehen. Am Skaftafellsjökull kann man neben der Wanderung zum Svartifoss auch bis zu einem Aussichtspunkt über dem Gletscher laufen mit einer wirklich beeindruckenden Aussicht. Natürlich werden hier auch jede Menge Gletschertouren angeboten für Wanderungen auf dem Gletscher und im Sommer auch zu den bekannten EIshöhlen im Gletscher. Es ist zu empfehlen diese Touren früh vor dem Besuch zu buchen. Wir hatten das Glück, zwei freie Plätze bei einer Tour zu bekommen, weil einige Leute nicht aufgetaucht sind (besucht in der Nebensaison). Wenn du genug Zeit und eine durchschnittliche Fitness hast, würde ich empfehlen, eine Ganztagestour zu machen, bei der du mehr vom Gletscher sehen kannst. DIe Touren sind ein bisschen teuerer, aber es lohnt sich.

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Jökulsarlon - Gletscherlagune

Die meisten haben wahrscheinlich schon von der Gletscherlagune gehört oder zumindest einige Fotos von glitzernden Eisbergen im Sonnenuntergang gesehen. Die beste Zeit für Fotos am Jökulsarlon ist der Sonnenuntergang, wenn das rote Licht bei Sonnenuntergang die ganze Landschaft in eine magische Atmosphäre taucht. Mit hunerten von EIsbergen in verschiedensten Formen ist das wirklich ein Paradies für Fotografen. Die meisten schwimmenden Eisberge gibt es am Parkplatz auf der rechten Seite der Lagune. Dort ist auch der beste Platz für den Sonnenuntergang (dort ist es deshalb meistens auch recht voll). Ein anderer toller SPot ist der STrand in der Nähe der Jökulsarlon, dort werden die Eisberge aus der Lagune an den schwarzen Sandstrand angeschwemmt. Vor allem wenn Jökulsarlon noch zugefroren ist lohnt sich ein Abstecher dorthin.

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Stokksnes

Stokksnes ist eine kleine Berggruppe an der Südküste von Island. Dort hat es mir am allerbesten gefallen. Meiner Meinung nach war Stokksnes eine der schönsten Landschaften auf der ganzen Insel. Man kann bis zum Ende der Straße fahren, wo man zu wunderschönen schwarzen Sanddünen kommt von wo aus man die Berge von Stokksnes am besten sieht. Von hier lassen sich die surrealen spitzen Berge auch wunderbar im Wasser am Strand spiegeln. Für den Besuch muss man eine kleine Eintrittsgebühr bezahlen, da das Gebiet Privatgrunf ist. Im EIntritt enthalten ist auch der Besuch im kleine Wikingerdorf dort (war allerdings als wir dort waren in keinem so guten Zustand). Nach unserem Spaziergang am Strand haben wir in dem kleinen Restaurant noch eine heiße Schokolade genießen können.

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Dimmuborgir-Lavafelder

Die Dimmuborgir Lavafelder liegen beim See Myvatn. Die eigentliche Attraktion dort ist eine Lavaformation in Tunnelform namens Dimmuborgir. ALs wir im März dort waren hatte es -15°C und sehr viel Schnee. ALs wir am frühen Morgen dort waren konnten wir durch das perfekte Winterwunderland wandern. Die Bäumchen und Lavafelsen hatten eine frische Neuschneeschicht und glänzten und glitzerten in der Sonne. Das war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis auch wenn wir zum Teil Hüfthoch im Schnee versunken sind.

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Wasserfälle

Es gibt so viele Wasserfälle, dass wir einen separaten Beitrag über die besten Wasserfälle Islands geschrieben haben. Dort findest du alle bekannten und weniger bekannten Wasserfälle auf Island von Skogafoss bis Godafoss. Um die besten Fotos zu machen solltest du für Island deshalb auf jeden Fall deinen Graufilter nicht vergessen!

skogafoss-waterfall-iceland-rainbow

Wir hoffen, wir konnten dir bei der Planung deiner Reise nach Island helfen!


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