Die 5 besten Tagestouren rund um Queenstown in Neuseeland

Die 5 besten Tagestouren rund um Queenstown in Neuseeland

Queenstown ist bekannt für seinen Abenteuertourismus und seine Skigebiete. Dort gibt es sehr gute Möglichkeiten für Skydiving, umgeben von schöner Berglandschaft, wie der Remarkables-Bergkette und dem Lake Wakatipu. Die Berge laden auch dazu ein, sie zu Fuß zu erkunden. Wir zeigen 5 landschaftlich reizvolle Wanderwege rund um Queenstown und Glenorchy, die du auf deiner Reise nach Neuseeland nicht verpassen solltest.

Rund um Queenstown

Queenstown liegt am Lake Wakatipu und hat eine schöne Uferpromenade mit Cafés und Restaurants. Es gibt mehrere Anbieter, die Bootsfahrten und Jet-Skiing auf dem Lake Wakatipu sowie Kajakfahrten anbieten. Es gibt auch viele Möglichkeiten, Fallschirmspringen zu gehen, was schon lange auf unserer Bucket List stand. Die Preise starten etwa bei ca. 120 NZ$ für einen einfachen Fallschirmsprung aus 4000 m mit 45 s freiem Fall und 10 min Gleitflug mit Blick auf die Remarkables und den Lake Wakatipu. Queenstown liegt auch zwischen den Ski-Gebieten Coronet Peak und The Remarkables, wo man im Winter super Skifahren kann. Im Sommer kann man vom Coronet Peak aus Paragliden gehen. In Queenstown gibt es die Skyline Gondola, die zu einer Aussichtsplattform mit großartigem Blick über Queenstown hinauf fährt. DIe Gegend dort ist super fürs Mountainbiken geeignet. WHier kann man gut einen Tag auf den Mountainbike-Downhill-Strecken verbringen, die von der Skyline Gondola aus starten. Die Skyline Gondola ist aber auch der Startpunkt für unsere erste Wanderung.

1. Ben Lomond

Ben Lomond ist der Berggipfel, der direkt oberhalb von Queenstown liegt. Von dort aus hat man einen Blick über den Lake Wakatipu und Queenstown auf die Remarkables-Bergkette und auch auf den Gipfel des Ben More. Ben Lomond ist ein schöner Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

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Ausblick auf Wakatipu Lake vom Ben Lomond Wanderweg

Die Wanderung beginnt entweder direkt in Queenstown oder von der Bergstation der Skyline Gondola. Ich würde empfehlen, die Seilbahn zu nehmen und von oben aus zu starten, weil der erste Teil des Weges nur durch den Wald mit wenig bis gar keinen Ausblicken nach oben führt. Von der Gondelstation aus wandert man zunächst weiter entlang der Rodelbahn nach oben. Der Weg führt dann durch ein kurzes Waldstück und weiter auf grasbewachsenen Hügeln nach oben.

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Wanderer auf dem Wanderweg zum Ben Lomond

Vom Ben Lomond-Sattel aus, wird die Aussicht immer besser. Nach einiger Zeit erreicht man den Gipfel, von dem aus man einen Blick auf Queenstown, den Lake Wakatipu, die Remarkables und mehr hat. Wenn man zum Sonnenuntergang dort bleibt, kann man zusehen, wie sich die Remarkables in der letzten Sonne tiefrot färben.

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Die Remarkables bei Sonnenuntergang

2. Moke Lake Loop Track

Der Moke Lake ist ein kleiner See in der Nähe von Queenstown, der über eine kleine Schotterstraße erreichbar ist. Der Campingplatz am See ist einer der schönsten und günstigsten in der Umgebung von Queenstown. Der See liegt eingebettet zwischen grasbewachsenen Hügeln und ist ein schönes idyllisches Plätzchen abseits der meisten Touristen. Es gibt einen Wanderweg, der rund um den See führt. An einem ruhigen Tag, wenn sich die Berge ringsum im See spiegeln ist es hier besonders schön. Der Weg beginnt am Campingplatz und führt von dort aus um die Westseite des Sees. Dann wandert man weiter auf die kleine Halbinsel im See. Von dort aus kann man schöne Bilder vom gegenüberliegenden Tal machen. Hier ist es ideal für ein Picknick oder ein Bad im See an einem heißen Sommertag. Das letzte Stück des Weges führt entlang der Schotterstraße zurück zum Campingplatz.

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Auf dem Moke Lake Loop Track

Rund um Glenorchy

Die nächsten Wanderungen beginnen rund um den Ort Glenorchy in der Nähe von Queenstown am Ende des Lake Wakatipu. Die Straße entlang des Lake Wakatipu-Ufers ist ebenfalls sehr schön. Es gibt einige Aussichtspunkte wie Bennets Bluff Lookout und Strände wie Bob’s Cove und Wilson Bay entlang der Straße, an denen man anhalten kann, um den Blick über den See zu genießen und um zu schwimmen oder Kajak zu fahren. Bei Bob’s Cove gibt es auch einen kurzen Wanderweg, der zu einem Aussichtspunkt über dem See führt.

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Auf der Straße entlang des Lake Wakatipu nach Glenorchy

Glenorchy selbst ist ein sehr kleiner Ort und ist bekannt für die rote Glenorchy-Hütte am Ufer. Auf dem Dart River kann man Wildwasser-Rafting-Touren oder Offroad-Fahrten im Flussdelta unternehmen. Das Flussdelta des Dart River sieht mit seinen vielen Windungen wirklich cool aus. Entlang der Straße nach Kinloch gibt es ein paar Aussichtspunkte wie den Isengard Lookout von denen man einen schönen Blick über das Flussdelta hat. Wenn man etwas mehr Zeit hat, kann man auch entlang des Rees River auf der Road to Paradise fahren, die zum Diamond Lake führt, von wo aus man schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge hat. Zum Campen empfehle ich die Kinloch Camping Area. Der Campingplatz liegt direkt am Lake Wakatipu und man bekommt von dort eine schöne Spiegelung der Berge zum Sonnenaufgang.

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Alter Steg am Ufer des Lake Wakatipu bei Bob's Cove

3. Glenorchy Lagoon

Die Glenorchy-Lagune ist ein großartiger Ort für Sonnenuntergänge. Es gibt einen Weg um und durch die Lagune, von dem aus man die Berge sehen kann, die sich schön im See spiegeln. Es gibt auch eine wirklich fotogene Bank mit einer schönen Aussicht in der Mitte des Sees entlang des Weges. Der Weg um die Lagune ist nicht sehr lang und eignet sich für einen Abendspaziergang, um einen ruhigen Sonnenuntergang zu genießen.

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Spiegelung an der Glenorchy Lagoon

4. Mount Alfred / Ari

Mount Alfred ist der erste Berg direkt am Ende des Lake Wakatipu. Er erhebt sich zwischen dem Tal des Dart River und dem Rees River und ist somit der perfekte Aussichtspunkt. Für die Wanderung benötigt man etwa 6 - 8 Stunden hin und zurück.

Der Weg beginnt an einem Parkplatz an der Glenorchy - Routeburn Road. Obwohl der Weg nicht in den gängigen Karten von komoot.com oder maps.me eingezeichnet ist, ist er leicht zu finden. Vom Parkplatz aus führt der Trail immer weiter hinauf durch den Wald. Dort ist der Weg mit roten Pfeilen markiert und leicht zu finden. Wenn man die Waldgrenze erreicht hat, ist man fast oben.

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Aussicht auf das Rees River Valley vom Mount Alfred

Am Ende des Waldes endet der markierte Weg, aber es gibt viele offensichtliche Routenoptionen, die man nehmen kann, um auf den Gipfelkamm zu kommen. Man sollte sich aber bewusst sein, dass das Land rund um den Mount Alfred in Privatbesitz ist. Störe also nicht die Tiere und verhalte dich verantwortungsbewusst. Der Weg führt nun durch Grasland und man bekommt die ersten Ausblicke auf das Panorama ringsum. Die letzten Teile des Weges erfordern einige Kraxeleien. Danach erreichet man nach kurzer Zeit den Gipfel.

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Ausblick zum Lake Wakatipu vom Mount Alfred

Von hier oben ist die Aussicht unglaublich. Auf der einen Seite sehen Sie das Dart River Delta mit all den gewundenen Flussarmen und die schneebedeckten Berggipfel darüber. Auf der anderen Seite blickt man hinunter ins Tal des Rees River. Wenn man zum vorderen Ende des Bergrückens des Mount Alfred wandert, hat man eine unglaubliche Aussicht auf den Lake Wakatipu. Wenn man weiter hinten auf dem Grat geht, kann man in die Berge entlang des Dart River Valley und zum Turret Peak und Mount Earnslaw sehen. Auf diesem Gipfel kann man ein 360-Grad-Panorama der Südlichen Alpen erleben. Auch wenn die Wanderung ziemlich anstrengend und lang ist, ist es das perfekte Panorama wert!

5. Lake Harris

Am Ende der Glenorchy - Routeburn Road beginnt der Routeburn Track, einer von Neuseelands Great Walks. Für den gesamten Weg benötigt man normalerweise 2 bis 3 Tage. Es ist aber auch möglich, Teile des Trails auf eintägigen Wanderungen zu gehen, die dir die Schönheit des Routeburn Trails zeigen. Wir haben einen Blogartikel über den Routeburn-Trail geschrieben, den man hier nachlesen kann. Im Artikel werden zwei Tagestouren beschrieben, die den Großteil des Routeburn Tracks beinhalten.

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Ausblick vom oberen Teil des Wanderwegs zurück ins Tal des Route Burn

Der erste Teil des Weges führt entlang des Routeburn River und durch ein Waldgebiet. Irgendwann erreicht man die Routeburn Flats. Hier wird das Tal und das Flussbett breiter und der Wald lichtet sich, so dass man die Berge sehen kann, die das Tal umgeben. Von diesem Punkt aus verlässt man das Tal und der Weg windet sich die Bergseite hinauf, wobei er dem linken Arm des Route Burn folgt. Nachdem man einige Zeit hinauf gewandert ist, erreicht man die Routeburn Falls Mountain Hut, die für die meisten Wanderer auf dem Routeburn Track der erste Übernachtungs-Stopp ist. Nach der Hütte erreichen wir die Waldgrenze und der Weg führt nun durch grasbewachsene Landschaft weiter hinauf. Von hier aus kann man den Route Burn im Tal unten sehen und einen Blick auf die (im Frühjahr) noch schneebedeckten Gipfel erhaschen. Vorbei an einem flachen Teil mit kleinen Teichen wird der Weg wieder steiler, bis wir schließlich den Lake Harris erreichen. Im Frühling liegt oft noch Schnee auf den umliegenden Hügeln und an einem windstillen Tag spiegeln sich die Berge perfekt im See. Wenn man möchte, kann man auf dem Routeburn Track weiter zum Harris Saddle mit Blick ins Hollyford River Valley wandern. Der Lake Harris ist der perfekte Ort für ein Picknick, bevor man den langen Rückweg antreten muss.

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Spiegelung am Lake Harris

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