Zwei Wochen Marokko-Roadtrip (mit dem Auto von Spanien aus)

Zwei Wochen Marokko-Roadtrip (mit dem Auto von Spanien aus)

Hier gibts unsere Allgemeinen Informationen, für deine Reise nach Marokko.

Marokko stand schon lange auf unserer Bucket List und da wir für ein halbes Jahr in Südspanien waren, hatten wir die beste Gelegenheit, Marokko mit dem Auto zu besuchen. Wir waren zwei Wochen mit unserem VW Bus unterwegs und sind von Sevilla aus gestartet. Im folgenden Blogpost gibts einen Überblick über alle unsere Stopps und was es dort zu sehen gibt.


Die Reise

Tag 1 - Tag 2: Chefchaouen

🛌 Hôtel Casa Miguel

🍽 Dar Bab Sour, Casa Hassan

🚗 Der Parkplatz am Bab El Mahrouk

📍 Der Aussichtspunkt an der spanischen Moschee (Mosquée Bouzâafar), Medina (Ruelle El Asri, Rue Elkiklana u.a.)

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Am Morgen haben wir in Sevilla gestartet und sind hinunter nach Algeciras gefahren, von wo aus wir die Fähre nach Tanger Med genommen haben. Nach dem Zoll ging es weiter nach Chefchaouen durch die schöne und grüne Landschaft des Rifgebirges. Wir haben unser Auto auf einem Parkplatz beim Bab El Mahrouk oberhalb der Stadt in der Nähe der Medina (20 Dirhams pro Tag) geparkt. Da die ganze Fahrt recht lange gedauert hat (wir hatten ziemlichen Seegang und der Zoll hat sich auch etwas Zeit gelassen), sind wir erst gegen 18 Uhr in Chefchaouen angekommen. ABends haben wir uns nur noch was zu Essen geholt und sind durch die abendliche Medina geschlendert. An unserem zweiten Tag gings zum Aussichtspunkt bei der spanischen Moschee (zum Sonnenuntergang!), von wo aus man einen Blick über die ganze Stadt hat. Den Rest des Tages sind wir durch die Stadt gelaufen auf der Jagd nach den schönsten und fotogensten Straßen.

Tag 3 - Tag 5: Fes

🛌 Riad Dar Assia

🍽 Handfood bei den Metzgereien in der Rue Talaa Kebira, Restaurants am Anfang der Rue Talaa Sghira

🚗 Der Parkplatz am Bab Boujloud (40 Dirhams pro Tag)

📍 Bab Boujloud, Die Gerbereien, Kairouine Moschee und Universität, Souks, Medersa Attarine, Nejjarine Museum of Wooden Arts and Crafts, Aussichtspunkt am Borj Nord,

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Fes. Dort kamen wir am frühen Nachmittag an und haben unser Auto auf dem großen Parkplatz vor dem Bab Bujloud abgestellt. Wir sind durch die Souks und kleinen Gassen geschlendert und haben uns natürlich sofort verirrt. Dann haben wir uns noch die Gerbereien angeschaut und so ziemlich jede Dachterrasse ausprobiert, von der aus man sie von oben sehen kann (man muss in die Läden gehen, um auf die Gerberei schauen zu können). Natürlich sind wir dort nicht rausgekommen, ohne was zu kaufen (aber wir sind auch immer noch von den Sachen begeistert die wir damals erstanden haben). Danach haben wir noch einen Blick auf die Kairouine Moschee geworfen und den Handwerkern auf dem Seffarine Platz zugeschaut. Am nächsten Tag ging es erstmal die ganze Rue Talaa Kebira entlang, um die Metzger zu sehen, die Kamelfleisch verkaufen und die anderen Handwerkerläden entlang der Straße. Ausßerdem haben wir uns nochmal die Gerbereien angeschaut, aber dieses Mal waren wir unten um die Gerber direkt bei der Arbeit zu sehen (um dort hinzukommen frägst du einfach die Leute bei den Läden, es wird eine kleine Gebühr verlangt). Es war ziemlich beeindruckend, zwischen den bunten Becken voller Leder herumzulaufen und man bekommt eine komplett neue Perspektive für Fotos.

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Arbeiter in der Gerberei

Danach gings noch ins Nejjarine Museum. Das Museum befindet sich in einem alten Fondouq, auch Karawanserei genannt (ein Haus für reisende Kaufleute, die unten ihre Waren lagerten und verkauften und in den Stockwerken darüber Unterkunft nahmen). Dort gibt es sehr schöne alte Holzkunstwerke aus Marokko zu sehen. Am Abend sind wir zum Aussichtspunkt am Borj Nord gelaufen, von dort hat man einen tollen Blick über die Medina von Fes.

Tag 6 - Tag 7: Merzouga

🛌(Camping und Wüstentouren) Camping Bleu, Camping Chez Zaid, Riad Nezha, Ksar Bicha

📍 Dünen von Erg Chebbi, Kameltour und Schlafen in den Dünen, 4WD Tour, Quad Tour

Die Fahrt von Fes nach Merzouga dauert insgesamt etwa 8 Stunden, aber wir haben uns entschieden einen Zwischenstopp einzulegen und in einem kleinen Dorf (Madkhal Meski) an einer Oase namens Source Bleu zu übernachten. Dort kann man die alte Kasbah (kleine Ruinenstadt) besuchen und im Pool in der Quelle des Oasenflusses schwimmen. Übernachtet haben wir dort auf Zaids Zeltplatz und hatten einen netten Abend mit ihm. Das Abendessen, das seine Frau gekocht hat, war wirklich sehr gut und am Abend hatten wir ein interessantes Gespräch über die Kultur in Marokko und wir durften mit ihm auf den typischen Instrumenten der Berber Musik spielen.

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Am nächsten Tag ging unsere Fahrt nach Merzouga weiter. Auf dem Weg dorthin haben wir an einem Laden für Fossilen in Erfoud gehalten, von dem uns Zaid erzählt hatte. Dort konnten wir uns anschauen wie hier Fossilien und versteinerte Tiere zu Tischplatten und vielem mehr verarbeitet werden. Als wir in Merzouga angekommen sind haben wir beschlossen bei Ksar Bicha eine Kameltour zu buchen. Um 16 Uhr sollte die Tour losgehen und bis dahin, entspannten wir uns und gingen im Pool schwimmen. Weil wir mit der Buchung recht spät dran waren gab es keine Kamele mehr für uns zum Reiten, allerdings konnten wir von unten um einiges bessere Fotos machen. Nach ca. 2 Stunden sind wir im Camp angekommen. Dann sind wir auf die große Düne gelaufen, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Das war ein super schönes Erlebnis. Das Abendessen war sehr gut und danach wurde mit den Guides aus dem Camp noch Musik gemacht. Am nächsten Morgen sind Moritz und ich wieder auf die Düne gelaufen, um den Sonnenaufgang zu sehen - das war sogar noch besser als der Sonnenuntergang und wir konnten einige schöne Wüsten-Dünen-Fotos machen. Zurück gings dann wieder mit und auf den Kamelen. Allerdings kann man auch 4WD Touren und Quad-Touren in den Dünen buchen.

Tag 8 - Tag 9: Todra-Schlucht, Dades-Schlucht und Ait Benhaddou

🛌 (Camping) Stellplätze am Ende der Todra-Schlucht, Dades: Hotel Tamlalte und Camping Pattes de Singe, Ait Benhaddou: Kasbah du Jardin

📍 Todra-Schlucht, Pattes de Singes, Dades-Schlucht, Ait Benhaddou Kasbah

Der nächste Halt nach Merzouga war für uns die Todra-Schlucht. Man kann in oder an den großen Parkplätzen am Ende der Schlucht parken und von dort aus durch die Schlucht laufen. Die Fahrt hinter zur Todra-Schlucht ist auch sehr schön mit schönen Ausblicken auf die kleinen Dörfer in der Umgebung. Dort kann man auch bei der Herstellung von handgefertigten Teppichen und anderem Kunsthandwerk zuschauen (und natürlich auch kaufen^^).

Nach Todra ging die Fahrt weiter zur Dades-Schlucht, wo wir die Nacht beim Campingplatz des Hotel Tamalalte mit Blick auf die Pattes Des Singes Felsen verbracht haben. Diese lassen sich am besten am Nachmittag fotografieren und wir hatten Glück, die letzten Sonnenstrahlen am Abend einzufangen. Am nächsten Tag sind wir einen kleinen Canyon entlang gewandert, indem man zwischen den interessanten Felsformationen der Pattes des Singes Felsen wandern konnte. Danach ging es auf der Straße weiter zur Dades Schlucht. Nach einigen steilen Serpentinen bekommt man einen schönen Blick in die Schlucht.

pattes de singes todra morocco
Pattes de Singes Steine

Die nächste Station auf unserer Reise war Ait Benhaddou. Dort sind wir am selben Tag am Nachmittag angekommen. Zuerst haben wir ein wenig die Kasbah erkundet und ein altes Berberhaus besucht. Für den Sonnenuntergang haben wir uns einen schönen Platz am Flus gesucht, wo sich die Stadt perfekt im roten Abendlicht spiegeln lies. Die Wolken waren perfekt und wir hatten einen wirklich schönen Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen sind wir auf den Hügel gegenüber der Stadt gelaufen und haben von dort noch ein paar Fotos von der Stadt gemacht, weil von hier das LIcht am Morgen am besten ist.

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Kasbah Ait Benhaddou

Tag 9 - Tag 10: Marrakesch

🛌 Riad Mahjouba

🍽 Atay Cafe Food, Grand Balcon du Cafe Glacier

🚗 Parkplatz bei Bab Yacout und Gare Routier

📍 Medersa Ben Youssef, Medersa Bou Inania, Palais Bahia, Jemaa el-Fna, Saadische Gräber, Jüdisches Viertel Mellha mit Synagoge und Friedhof, Bab Er Robb, Koutoubia Moschee, Museum Maison de la Photographie, Museum Dar Si Said, Jardin Majorelle

In Marrakesch gibt es eine Menge zu sehen. Am ersten Tag sind wir durch die Stadt gelaufen und wollten die Medersa Ben Youssef besuchen, die leider bis 2021 renoviert wird. Also sind wir durch die Stadt gelaufen und haben die Souks erkundet sowie den Jemaa el-Fna besucht (Vorsicht vor Betrügern, wenn ihr dort essen kauft!). Dort kann man den Schlangenbeschwörer zusehen und für einen kleinen Obolus auch selbst die Schlangen halten .

Am nächsten Tag, als wir mehr Zeit hatten, besuchten wir den Palais Bahia und den El Badi Palast, die beide wirklich beeindruckend sind. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine andere Medersa, die Medersa Bou Inania gefunden, die auch wunderschön war. Im jüdischen Viertel, haben wir uns die Synagoge und den Friedhof angeschaut, was ziemlich interessant war und auch sehr interessant und es waren sehr wenige Touristen hier unterwegs.

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Koutoubia Moschee

Am Nachmittag waren wir noch bei den Saadianischen Gräbern. Die Gräber sind mit Arabesken verziert und es lohnt sich definitiv sich in der Schlange anzustellen. Über das Bab Agnaou Tor sind wir zurück zur Koutoubia Moschee gegangen und haben uns im Park entspannt. Zum Sonnenuntergang haben wir auf den Grand Balcon du Cafe Glacier mit Blick über den Jemaa El Fnaa einen Tee getrunken.

Am nächsten Tag waren wir im Jardin Majorelle, der ziemlich schön war. Hier mussten wir auch ein wenig in der Schlange warten bis wir reingekommen sind, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Der Garten ist wirklich ziemlich außergewöhnlich. Danach sind wir weiter in Richtung Ouzoud Wasserfällen gefahren.

Tag 11: Ouzoud Wasserfälle

🛌 (Camping)-Parkplatz bei den Cascades d’Ouzoud

🍽 Restaurant beim Camping Imouzzer (am Aussichtspunkt der Fälle), Cafe von Mohammed dem Berber

📍 Der kurze Weg zu allen Aussichtspunkten der Ouzoud-Fälle

Auf der Fahrt zu den Ouzoud Wasserfällen ging es durch eine wunderschöne grüne Landschaft mit Wiesen voller gelber und orangefarbener Blumen. Bei der Ankunft haben wir das Auto auf dem Parkplatz abgestellt auf dem man auch günstig übernacht stehen bleiben kann. Um zu allen Aussichtspunkten für den Ouzoud Wasserfall zu kommen kann man eine kurze Rundwanderung machen.Die Karte oben zeigt die Wanderung. Am ersten Aussichtspunkt in der Nähe des Camping Immouzzer kann man wirklich gut und günstig essen und hat einen schönen Blick auf den Wasserfall. Das beste Licht bekommt der Wasserfall am Nachmittag.

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Tag 12 - Tag 13: Casablanca

📍 Hassan II. Moschee

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In Casablanca ist der Verkehr in etwa so schlimm wie in Marrakesch. Wir waren froh als wir endlich den Parkplatz gegenüber der Hassan II Moschee erreicht hatten. Als eine der wenigen Moscheen in Marokko kann man als Nicht-Muslim die Hassan II zwischen den Gebetszeiten besichtigen. Tickets gibt es im Museumsgebäude. Die Moschee ist von Innen ziemlich beeindruckend und es ist auch erlaubt dort Fotos zu machen.

Von Casablanca aus sind wir dann noch bis Mulai Bouselham, wo wir übernachtet haben. Am nächsten Tag gings mit der Fähre von Tanger nach Tarifa und von da mit einem kleinen Zwischenstopp in Cadiz zurück nach Sevilla.


Allgemeines

Sicherheit: Wie überall, wo es viele Touristen gibt, gibt es auch in Marokko Betrüger und Taschendiebe, die versuchen an dein Geld zu kommen. Aber Marokko ist generell ziemlich sicher zum reisen. Oft versuchen die Leute, sich dir als Guide anzubieten und fragen dann nach etwas Geld (das kann manchmal etwas anstrengend sein). In Marrakesch sollte man vorsichtiger sein, weil es hier besonders viele Touristen gibt. Beim Abendessen auf dem Jemaa el Fnaa haben wir eher schlechte Erfahrungen gemacht. Uns wurde dort Essen gebracht das wir nie bestellt hatten und dann einen viel zu hohen Preis abgerechnet. Wir haben auch gehört, dass es Restaurants gibt an denen sie die Speisekarten austauschen, wenn du bezahlen musst und die Preise auf der zweiten Karte viel höher sind. Wenn jemand versucht, dich zu betrügen, bleibe immer ruhig und sage einfach nein. Bezahle einen fairen Preis und wenn man sich nicht einigen kann geh einfach.

Autofahren: In Marokko Auto zu fahren ist kein Problem. Nur in den größeren STädten wie Casablanca und Marrakesch kann es etwas anstrengend werde, weil es hier zum Teil doch sehr chaotisch zugeht. Nicht nur Autos, sondern auch Esel, Motorräder und Motorroller sind überall unterwegs. In der Regel kommt man dort aber trotzdem überall gut durch wenn man möglichst vorsichtig und aufmerksam fährt. Außerdem würde ich nicht bei Dunkelheit zu fahren, weil oft Menschen, Tiere und langsame unbeleuchtete Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind.

Camping: Zelten ist in Marokko generell kein Problem. Wir haben uns immer sicher gefühlt, egal wo wir gezeltet haben, aber wir haben uns die meiste Zeit dafür entschieden, auf Campingplätzen zu bleiben. Wildes Zelten ist offiziell verboten. Außerdem ist die Bevölkerung vor allem auf dem Land sehr neugierig, sodass es schwierig sein kann, einen privaten Platz zu finden. Wir empfehlen deshalb, auf Campingplätzen zu schlafen.


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