Ein Foto Reiseführer für den Zion Nationalpark

Ein Foto Reiseführer für den Zion Nationalpark

Unser Reiseführer für den Zion Nationalpark zeigt die besten Wanderungen und Fotospots im Park. Entdecke die malerische Canyonlandschaft mit ihren roten Sandsteinen aus dem Blickwinkel eines Fotografen. Von den Narrows bis Angels Landing gibt es viele wunderschöne Fotospots zu entdecken.


Emerald Pools

Die Wanderung zu den unteren und oberen Emerald Pools ist relativ kurz. Man kann daraus eine Rundtour machen, indem man bis zur nächsten Parkbus-Station (The Grotto) wandert. Von dort hat man den besten Ausblick auf das Tal des Zion Canyon mit Fluss.

Die Wanderung beginnt an der Zion Lodge Parkbus Station. Von hier aus folgt man den Schildern zu den Emerald Pools. Der Weg führt durch Bäume langsam bergauf. Zum Ende hin wird es etwas steiler und bis man nach kurzer Zeit den unteren Emerald Pool erreicht. Hier gibt es auch einen schönen Wasserfall (hat im Herbst meist recht wenig Wasser). Zum Upper Emerald Pool führt der Weg ein paar Meter weiter nach oben. Oben angelangt kann man den schönen See mit tiefblauem Wasser und einem weiteren Wasserfall bewundern. Hier kann man eine kurze Pause und Picnic machen. Als wir dort waren, saßen überall hunderte von Libellen. Wir fanden beide den oberen Emerald Pool um einiges schöner, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall die letzten paar MEter noch weiter hoch zu gehen. Auf dem Rückweg gibt es einen Abzweiger. Ein Weg führt zurück zur Zion Lodge Bushaltestelle, der andere führt zur The Grotto Bushaltestelle und ist ein wenig länger. Wir haben uns für den längeren entschieden, der am Hang entlang führt mit Blick auf den Fluss unten im Tal. Hier gibt es viele schöne Aussichtspunkte, um Fotos vom rot leuchtenden Canyon zu machen. Am schönsten ist das Licht hier Nachmittags. Der Weg endet an einer Brücke bei der Bushaltestelle The Grotto (dies ist auch der Startpunkt für den Angels Landing Trail, siehe unten).

Angel’s Landing

Die Wanderung zum Angel’s Landing ist wohl die bekannteste Tour im Zion Nationalpark. Von oben hat man einen atemberaubenden Blick über den Zion Canyon indem sich zwischen rotem Sandstein tief unten der Fluss schlängelt. Die Tour beginnt an der The Grotto Parkbusstation und schlängelt sich über steile Serpentinen hinauf bis zu einer Art Sattel. Von dort beginnt der anspruchsvolle Teil mit einigen ausgesetzten Stellen. Hier sollte man auf jeden Fall Schwindelfrei sein und etwas Bergerfahrung mitbringen.

Von der The Grotto Busstation geht es die ersten Kilometer in großen Serpentinen bergauf. Morgens scheint hier noch keine Sonne und es ist dadurch weniger heiß und angenehmer für den Aufstieg. Weiter oben werden die Serpentinen kürzer und steiler. Diese Wegstrecke hat sogar einen eigenen Namen “Walter Wiggles” und ist eine Art Markenzeichen der Wanderung. Nachdem man dieses Wegstück bezwungen hat bekommt man einen ersten Blick ins Tal und auf den Rest des Weges. Von hier beginnt der technisch etwas anspruchsvollere Teil des Weges. Relativ ausgesetzt geht es hier am Fels entlang weiter nach oben. Ca. 400m weiter unten kann man den Fluss erkennen während man am Felsband mit Seilsicherung entlang dem Weg weiter folgt. Nach ca. einer Stunde voller toller Ausblicke erreicht man das Ziel der Wanderung: Angel’s Landing. Von der schmalen Felsnase hat man einen unglaublichen Blick über den sich schlängelnden Zion Canyon. Wenn man hier angelangt ist weis man warum dieser Ort Angel’s Landing genannt wird. Nach einer Pause mit jede Menge Fotos gehts dann wieder über den gleichen Weg zurück. Weil es tagsüber sehr voll werden kann muss man damit rechnen dass man im letzten Teil der Tour etwas langsamer voran kommt.

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Die Narrows

Eine Wanderung durch die Narrows ist ein Muss, wenn man den Zion NP besuchst! Besonders für Fotografen sind die Narrows ein Paradies. Das blaue Wasser in Kombination mit den in der Mittagssonne leuchtenden Canyonwänden schafft eine einzigartige Atmosphäre. Weil man so weit laufen kannst, wie man will (der Weg ist das Ziel), ist das eine Wanderung für jeden. Wenn man den ganzen Canyon von oder zur Chamberlain’s Ranch wandern will, muss man mindestens eine Übernachtung einplanen (Camping Permit erforderlich). Die Wanderung folgt dem FLuss durch den Canyon, deshalb wirst du hier definitiv nasse Füße bekommen. Im Sommer ist das aber bei den Temperaturen eher erfrischend.

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Vom Besucherzentrum aus nimmt man den Shuttlebus bis zur letzten Station, dem Tempel of Sinawava. Von dort aus führt der erste Teil der Wanderung auf dem Uferweg am Fluss entlang. AN dessen Ende beginnt die eigentliche Wanderung durch die Narrows. Hier gibt es allerdings keinen richtigen Wanderweg. Man folgt einfach dem Fluss und sucht sich die beste Route zwischen bewachsenen Kiesbänken und Flussquerungen aus. Verlaufen kann man sich hier zwischen den hohen Canyonwänden nicht. Am Anfang des Canyon gibt es meist Wanderstöcke die man sich mitnehmen kann, die manchmal sehr hilfreich sein können, wenn man durch den Fluss mit losen Steinen waten muss. Der Canyon ist am Anfang noch recht breit und wird je weiter man kommt immer enger und auch immer schöner.

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Wenn man deine Wanderung gegen 10 oder 11 Uhr beginnst, bekommt man das beste Licht über die Mittagszeit, wenn man bereits im Canyon ist. Um die Uhrzeit leuchten die Felswände orange und rot. Die Canyonwände ergeben einen wunderschönen Kontrast zum blauen Wasser. Mit einem ND-Filter, Stativ und Weitwinkel lassen sich hier wunderschöne Langzeitbelichtungen von Fluss und Canyon machen. Schön sieht es auch aus mit einem Menschen auf dem Bild. Im Canyon können die Lichtbedingungen zum Teil etwas schwieriger sein, da kann es empfehlenswert sein ein HDR zu machen. Zurück geht man dann einfach den gleichen Weg wie hin und kann dann wieder mit dem Bus zurück fahren.

Was sollte man mitbringen?

  • Kamera, Stativ, ND-Filter, Weitwinkel-Objektiv
  • Jacke, da es kühl werden kann, wenn man den ganzen Tag im kalten Wasser und durch den schattigen Canyon läuft
  • elektronische Geräte in wasserdichten Taschen verstauen
  • Wanderstock (du kannst dir am Anfang des Trails einen besorgen)
  • Essen und Getränke (lass deine Abfälle nicht im Canyon liegen!)


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